Klimamobilitätsplan

Wie können wir in Zukunft flexibel und bedarfsgerecht mobil sein und gleichzeitig das Klima schützen? Antworten auf diese Frage soll der „Klimamobilitätsplan Biberach“ geben.

Die Stadt Biberach erarbeitet aktuell den Klimamobilitätsplan Biberach. Er stellt die langfristige Strategie für die Entwicklung der Mobilität in Biberach dar. Als übergeordnete Gesamtstrategie betrachtet er alle Verkehrsarten gleichermaßen und richtet die zukünftige Mobilität an den Bedürfnissen der Menschen vor Ort aus.

Ziel ist es, die Mobilität in Biberach nachhaltig, zukunftsfähig und für alle zugänglich zu gestalten.

Das erste Mobilitätsforum zum Klimamobilitätsplan findet am Donnerstag, 20. Juni 2024, um 17:30 Uhr im Heinz H. Engler-Forum statt. Alle Menschen in Biberach und Umgebung sind herzlich eingeladen, mehr über den Klimamobilitätsplan zu erfahren und sich an der Diskussion um die Gestaltung der Mobilität in der Stadt zu beteiligen. Es werden auch die Ergebnisse der im April durchgeführten Mobilitätsbefragung vorgestellt. Der Einlass beginnt um 17:00 Uhr.

Programm Mobilitätsforum

Für eine bessere Planung bitten wir um eine Anmeldung

 

Klimamobilitätsplan - Was ist das?

Klimamobilitätspläne sind ein Förderinstrument des Landes Baden-Württemberg und als solches in der Novellierung des Klimaschutzgesetzes Baden-Württemberg (2020) festgeschrieben. Als neues Planwerk sind sie darauf angelegt, dass Kommunen Klimaschutz und Mobilität gemeinsam betrachten und so zur Erreichung der Klimaschutzziele im Verkehrssektor beitragen.

Im Klimamobilitätsplan werden konkrete Maßnahmen zur langfristigen Reduktion der Treibhausgase im Verkehr erarbeitet, auf ihre Wirksamkeit geprüft und anschließend unter Berücksichtigung der verschiedenen Ansprüche und Bedürfnisse der Menschen vor Ort umgesetzt. Ziel des Klimamobilitätsplans ist es, den CO2-Ausstoß im Verkehrssektor bis zum Jahr 2030 um mindestens 55 Prozent zu reduzieren (verglichen mit dem Jahr 2010).

Was bedeutet der Klimamobilitätsplan für Biberach?

Die Erstellung des Klimamobilitätsplans Biberach wurde im Jahr 2023 vom Gemeinderat beschlossen. Er soll die die Leitplanken für die zukünftige Organisation und Planung von Mobilität in der Stadt setzen.

Der Klimamobilitätsplan baut auf bestehenden Planwerken, wie beispielsweise dem Fußverkehrskonzept und den Radwegeplan, auf und führt sie mit laufenden und geplanten Maßnahmen in einer übergeordneten Gesamtstrategie zusammen.

Mit Hilfe eines modellbasierten Ansatzes (über ein Verkehrsmodell) werden die entsprechenden Maßnahmen hinsichtlich ihrer CO2-Einsparung quantifiziert, bewertet und mit einem Umsetzungskonzept hinterlegt. So können effektive Maßnahmen zielgerichtet umgesetzt werden.

Um dabei den vielfältigen Mobilitätsbedürfnissen der Menschen in Biberach gerecht zu werden, wird die Öffentlichkeit über verschiedene Formate an der Erarbeitung des Plans beteiligt.

Der Klimamobilitätsplan berücksichtigt erstmals datenbasiert den Klimaschutz im Verkehr und leistet somit einen wichtigen Beitrag zu einer zukunftsgerichteten und lebenswerten Stadt Biberach.

Maßnahmen, die im Rahmen des Klimamobilitätsplans entwickelt und geprüft wurden, erhalten bei der Umsetzung eine Förderquote von bis zu 75 % durch das Land.

Wie wird der Klimamobilitätsplan erarbeitet?

Der Klimamobilitätsplan wird in drei Phasen erarbeitet:

  1. Bestandsanalyse: In dieser Phase werden die vorhandenen Verkehrsdaten und Planwerke gesichtet und ausgewertet sowie eventuell bestehende Lücken in der Datengrundlage geschlossen. Um das Mobilitätsverhalten und die Bedürfnisse der Bevölkerung zu verstehen wurde dazu im April 2024 als erster Schritt eine Mobilitätsbefragung durchgeführt. Auf Basis der Datengrundlage wird das Verkehrsmodell, mit welchem die Wirkung der Maßnahmen geprüft wird, weiterentwickelt und auf die Stadt Biberach angepasst.
  2. Maßnahmenentwicklung und -bewertung: Aufbauend auf dieser Grundlage werden konkrete Maßnahmen erarbeitet und auf ihre Wirksamkeit geprüft. Dabei fließen auch die Wünsche und die Expertise der Bürgerinnen und Bürger mit ein: Sie können über verschiedene Formate wie das Mobilitätsforum oder eine Online-Beteiligung an der Erarbeitung mitwirken.
  3. Abschluss- und Übergabephase: In der dritten und letzten Erarbeitungsphase wird der Entwurf finalisiert. Zudem wird ein Monitoring- und Evaluierungskonzept für die Umsetzung des Planes erstellt.

Im Jahr 2025 soll der Plan fertiggestellt sein.

Welche Mitgestaltungsmöglichkeiten gibt es?

Die Öffentlichkeit kann sich zu verschiedenen Zeitpunkten an der Erarbeitung des Klimamobilitätsplans beteiligen:

  • 1. Mobilitätsforum: Das erste Mobilitätsforum zum Klimamobilitätsplan findet am Donnerstag, 20. Juni 2024, um 17:30 Uhr im Heinz H. Engler-Forum statt. Alle Menschen in Biberach sind herzlich eingeladen, mehr über den Klimamobilitätsplan zu erfahren und sich an der Diskussion um die Gestaltung der Mobilität in Biberach zu beteiligen. Zunächst wird das Vorgehen bei der Erstellung des Klimamobilitätsplans erklärt. Erste Zwischenergebnisse werden vorgestellt. In einer Arbeitsphase können daraufhin selbstständig Hinweise und Ideen eingebracht werden, die im Anschluss aufgegriffen und gemeinsam diskutiert werden.
     
  • Online-Beteiligung: Ende des Jahres 2024 ist eine Online-Beteiligung geplant, bei der die vorgeschlagenen Maßnahmen zum Klimamobilitätsplan kommentiert werden können.
     
  • 2. Mobilitätsforum: Das zweite Mobilitätsforum zum Klimamobilitätsplan ist im Frühjahr 2025 geplant.

 

Wer hat welche Rolle in der Erstellung des Klimamobilitätsplans?

Stadtverwaltung

Die Verwaltung, genauer das Stadtplanungsamt der Stadt Biberach, begleitet die Erstellung des Klimamobilitätsplans mit Hilfe der beauftragten Büros. Der fertige Entwurf wird dem Gemeinderat zum Beschluss vorgelegt. Ist der Plan vom Rat beschlossen, so ist die Verwaltung zudem für die Umsetzung der Maßnahmen verantwortlich.

Die Planungsbüros

Die Büros INOVAPLAN GmbH (Verkehrsplanung) und DialogWerke GmbH (Öffentlichkeitsbeteiligung) begleiten die Stadt Biberach bei der Erarbeitung des Mobilitätsplans. Zudem hat T.I.P. BIEHL & PARTNER die Durchführung der Mobilitätsbefragung unterstützt.

Die Biberacher Stadtgesellschaft

Die Bürgerinnen und Bürger werden über verschiedene Beteiligungsformate sowohl digital als auch vor Ort in die Entwicklung des Klimamobilitätsplans einbezogen. Ihre Hinweise und Erfahrungen vor Ort geben wichtige Informationen für die Fachplanung.

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat die Erstellung des Klimamobilitätsplans beschlossen. Er berät den vorgelegten Planentwurf und entscheidet, ob der Plan in die Umsetzung gehen soll.

 

Downloads

Hier können bald die Dokumentationen der Beteiligungsformate angeschaut oder heruntergeladen werden.

Presseberichte

Hinweis:

Diese Seite wird laufend um neue Informationen zum Klimamobilitätsplan sowie den Beteiligungsmöglichkeiten ergänzt.

Die Erstellung des Klimamobilitätsplans wird durch das Land Baden-Württemberg und das Regierungspräsidium Tübingen gefördert.