Flächennutzungsplan

Der Flächennutzungsplan der Verwaltungsgemeinschaft Biberach ist als vorbereitender Bauleitplan das zentrale kommunale Planungsinstrument zur Steuerung der langfristigen Siedlungsentwicklung im Verwaltungsraum.

Die Aufgabe des Flächennutzungsplanes (FNP) besteht darin,

  • eine geordnete städtebauliche Entwicklung und eine dem Allgemeinwohl entsprechende sozialgerechte Bodennutzung zu gewährleisten,
  • teilweise konkurrierende Flächenansprüche zu koordinieren und
  • damit einen wesentlichen Beitrag für eine menschenwürdige Umwelt zu leisten.

Der FNP stellt für den gesamten Verwaltungsraum die zukünftige Art der Bodennutzung, die sich aus der beabsichtigten städtebaulichen Entwicklung ergibt, bis zu einem festgelegten Zieljahr in ihren Grundzügen dar.

Der FNP entfaltet in der Regel keine Rechtsverbindlichkeit gegenüber Privatpersonen, ebenso besteht kein Anspruch auf Umsetzung der Planinhalte. Der FNP hat jedoch eine selbstbindende Wirkung für die Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft sowie für die Träger öffentlicher Belange, soweit diese bei der Planaufstellung beteiligt waren und der Planung nicht widersprochen haben.

 

Flächennutzungsplan 2020

5. Änderung des Flächennutzungsplanes 2020 (im Verfahren)

Der Gemeinsame Ausschuss hat am 16.05.2017 das Verfahren zur 5. Änderung des Flächennutzungsplans 2020 eingeleitet. Anlass des Änderungsverfahrens ist die angestrebte Ausweisung des interkommunalen Industriegebietes »IGI Rißtal« nördlich von Warthausen / Herrlishöfen.

Flächennutzungsplan 2035 (im Verfahren)

Der Gemeinsame Ausschuss hat mit Beschluss vom 16.05.2017 die Fortschreibung des Flächennutzungsplanes eingeleitet.

Der derzeit rechtswirksame Flächennutzungsplan 2020 wurde in Teilbereichen bereits mehrfach geändert, zwei weitere Änderungsverfahren befinden sich aktuell im Verfahren. In Hinblick auf eine geordnete städtebauliche Entwicklung soll der Flächennutzungsplan mittelfristig in seiner Gesamtheit fortgeschrieben werden. Als neues Zieljahr der Planung ist das Jahr 2035 vorgesehen.

Bei der Fortschreibung wird aufgrund der dynamischen Entwicklung in der Verwaltungsgemeinschaft insbesondere auch die Ausweisung von neuen Bauflächen zu berücksichtigen sein. Parallel muss der Landschaftsplan, welcher die Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege für den Verwaltungsraum konkretisiert, überarbeitet werden.

 

Die Verwaltungs­gemeinschaft Biberach wurde im Rahmen der Gemeinde­reform in den 70er Jahren gebildet. Sie setzt sich zusammen aus der Stadt Biberach und den Gemeinden Attenweiler, Eberhardzell, Hochdorf, Maselheim, Mittelbiberach, Ummendorf und Warthausen. Mit einer Größe von 300 km² ist die Verwaltungs­gemeinschaft Biberach die Drittgrößte in Baden-Württemberg.

Die Aufstellung des Flächen­nutzungs­plans wurde der Stadt Biberach übertragen. Beschlussorgan ist der Gemeinsame Ausschuss der Verwaltungs­gemeinschaft.