Ringschnait

  • mit den Ortsteilen Winterreute, Bronnen, Stockland, Ziegelhütte und Schlottertal
  • ca. 1500 Einwohner
  • seit 1. Januar 1972 Teilort der „Großen Kreisstadt Biberach an der Riß“

 

Die Gemeinde Ringschnait mit den Ortsteilen Winterreute, Bronnen, Stockland, Ziegelhütte und Schlottertal wurde im Zuge der Gemeindereform am 1. Januar 1972 auf freiwilliger Basis in die Große Kreisstadt Biberach eingemeindet Eine Ortsverwaltung mit Ortschaftsrat und Ortsvorsteher sichert den Einwohnern eine bürgernahe Verwaltung und ermöglicht im Rahmen einer großen Stadt die Weiterentwicklung des Eigenlebens des Dorfes, das an die Gemarkung Biberach angrenzt und 1983 das 900-jährige Jubiläum der ersten urkundlichen Erwähnung feierte.

 

Der Ort dürfte der Endsilbe "schnait" zufolge in der 2. oder 3. Rodungswelle der Alemannen im 6. bis 9. Jahrhundert erstmals besiedelt worden sein. Als ältestes Zeugnis von "Rincseut" ist die Schenkungsurkunde an das Kloster St. Georgen vom Jahre 1083 bekannt. Bis zum Verkauf des Ortes an das Kloster Ochsenhausen im Jahre 1334 entwickelte sich ein Ortsadel mit 2 Grundherrschaften. 1422 gab es 20 größere und 24 kleinere Lehen. Die Gemarkung Ringschnait, einschließlich der Weiler Winterreute und Bronnen, umfaßt 1440 ha. 630 ha werden als Ackerland, 340 ha als Grünland und 180 ha als Waldungen genutzt.

Die um 1950 durchgeführte Flurbereinigung erweist sich bei der im Gang befindlichen Umstrukturierung der Landwirtschaft 115 sehr nützlich, da die großen Parzellen jederzeit zum Kauf oder zur Pachtung Liebhaber finden. Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe ist in den letzten 30 Jahren von über 100 auf 35 zurückgegangen. Davon sind nur noch 15 Vollerwerbsbetriebe. Das bisher von der Landwirtschaft geprägte Dorf entwickelt sich zunehmend zur Wohngemeinde, deren Bewohner hauptsächlich in Biberach Arbeit und Verdienst finden. Die ansässigen Handwerks- und Gewerbebetriebe haben in den letzten Jahren ihr Geschäftsvolumen erheblich ausgeweitet. Die seit 1984 bestehende Raiffeisenbank, jetzt "Raiffeisenbank Dürnach-Rottumtal" betreibt neben dem Geld- jetzt auch ein umfangreiches Warengeschäft. Auch die Kreissparkasse Biberach unterhält eine Filiale im Ort.

Dank der günstigen geographischen Lage an der B 312 zwischen den Städten Biberach und Ochsenhausen, sowie der Erschließung neuer Baugebiete im "Reutele" und "Sachsen" sowie seit 1997 in den "Krautgärten" ist die Einwohnerzahl Ringschnaits seit 1970 von 1000 auf 1500 Einwohner angestiegen. In den Jahren 1986/87 wurde von der Stadt ein neuer Kindergarten gebaut. Er wird zur Zeit von 60 Kindern in drei Gruppen besucht. In der Grundschule werden 100 Kinder von Ringschnait in 4 Klassen unterrichtet.

Im reizvollen Dürnachtal unterhalb des Dorfes ist in den letzten Jahren ein Sportzentrum entstanden. So findet man dort 2 Rasensportplätze, eine Leichtathletikbahn für die Grundschule, einen Badeweiher, drei Tennisplätze mit Tennisheim sowie einen Bolzplatz bzw. Festplatz. Unweit von diesen Anlagen steht im Felsenrainwald das Schützenhaus. Vor diesem wird vom Musikverein jährlich das bekannte Ringschnaiter Waldfest veranstaltet.

An der Bronner Straße beim neuen Sportplatz konnte im Herbst 1998 die neue Mehrzweckhalle eingeweiht werden. Sie ermöglicht dem Sportverein neue Aktivitäten. Auch allen anderen Vereinen ermöglicht die Halle weitere Möglichkeiten zur Gestaltung des kulturellen Lebens in der Dorfgemeinschaft.

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