14.02.2018

Region bekommt einen Digital Hub

Anlaufstelle für Digitalisierungsfragen entsteht noch in diesem Jahr
43.000 Unternehmen, 500.000 Einwohner, eine Anlaufstelle für Digitalisierungsfragen. Das ist die Idee für eine „Digitalisierungsregion Ulm, Alb-Donau und Biberach“. Das entsprechende Konzept wurde nun vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg prämiert. Damit soll noch in diesem Jahr ein Digitalisierungszentrum (Digital Hub) in der Region entstehen.
v.l.n.r. Otto Sälzle, Hauptgeschäftsführer der IHK Ulm, Alexander, Oberbürgermeister der Stadt Ehingen, Heiner Scheffold, Landrat des Alb-Donau-Kreises, Gunter Czisch, Oberbürgermeister der Stadt Ulm, Dr. Heiko Schmid, Landrat des Landkreises Biberach, Wilfried Erne, Stadt Biberach und Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden- Württemberg; © Marius Pawlak / Stadt Ulm

Der prämierte Antrag für die Region Ulm, Alb-Donau und Biberach wurde von einem Konsortium aus 23 regionalen Akteuren entwickelt. Neben den Kammern (IHK, HWK), der Stadt Ulm, dem Alb-Donau-Kreis, dem Landkreis Biberach, den Städten Biberach, Ehingen und Riedlingen, den Hochschulen sowie den regionalen Gründerzentren, sind dabei auch zahlreiche Unternehmen, Start-ups und eine Unternehmerinitiative Teil des Konsortiums.

Die Idee des regionalen Konzeptes lautet dabei: 43.000 Unternehmen, 500.000 Einwohner, eine Anlaufstelle für Digitalisierungsfragen. Damit dies gelingt, sind für den Digital Hub neben einer Zentrale in Ulm sowie Standorten in Ehingen und Riedlingen auch ein Kompetenzzentrum für Building Information Modeling an der Hochschule Biberach vorgesehen, die alle durch ein zentrales Hub-Management bespielt und eng vernetzt werden.

„Durch Biberach und Riedlingen und die dort ansässigen Hochschulen sind wir gut im Digital Hub vertreten“, sagt Landrat Dr. Heiko Schmid, „Oberbürgermeister Nobert Zeidler und Bürgermeister Marcus Schafft unterstützen uns“. Der Landkreis Biberach wolle Vorreiter für den ländlichen Raum sein, begründet Landrat Dr. Heiko Schmid das Engagement des Landkreises Biberach. Und bei der Stadt Biberach „passt das Projekt exakt in die zukünftige Digitalstrategie“, erklärt Hauptamtsleiter Erne.

Neben den Fördergeldern des Landes stellen auch die involvierten Gebietskörperschaften und die IHK die Finanzierung des Hub-Betriebs sicher. Dem Start des Digital Hub werden daher auch noch Beratungen in Gremien von involvierten Städten und Kreisen vorausgehen. Die Vollversammlung der IHK Ulm hat bereits eine Förderung in Höhe von 750.000 Euro beschlossen und stellt damit rund die Hälfte der regionalen Cofinanzierung sicher.

An allen Hub-Standorten wird technische Infrastruktur sowie Know-how zur Erprobung und Entwicklung neuer digitaler Lösungen, Produkte und Geschäftsmodelle für Unternehmen aller Branchen und Größen zur Verfügung gestellt. Dazu werden auch Räumlichkeiten für Experimentierräume, Informationsräume, Coworking, Spaces und anderes mehr vorgehalten. Zudem bietet der Hub Serviceleistungen. Dabei wird diesem eine zentrale Koordinierungs- und Organisationsaufgabe zuteil, um die zahlreichen, bereits bestehenden Angebote im Sinne einer optimalen Kundenbetreuung abzugreifen, zu bündeln und zentral zu vermarkten. Darüber hinaus soll der Digital Hub aber auch selbst eigene Angebote konzipieren und eine eigene Expertise beziehungsweise eigene Kernkompetenzen aufbauen.