12.06.2019

Neuvergabe von Mensabetrieb und Mittagsverpflegung

Der Mensabetrieb an den vier städtischen Schulmensen und die Mittagsverpflegung in den fünf städtischen Kindertageseinrichtungen sowie den sechs Grundschulen ist neu vergeben worden. Künftig wird das Essen zwischen 10 und 40 Cent teurer. Lediglich im Kindergarten und in der Grundschule Ringschnait bleibt der Essenspreis wie bisher. Der Hauptausschuss hat dem Vorschlag der Verwaltung zugestimmt.

Bei der Mittagsverpflegung an den städtischen Kindertageseinrichtungen ist die Bürgerheim Biberach Service GmbH zum Zug gekommen, bei den Grundschulen die Dornahof Integrationsbetriebe gGmbH und in Ringschnait die Bäckerei Bernd Ruf. Der Mensabetrieb an der Braith-Grundschule, der Gaisental-Grundschule, im Heinz H. Engler-Forum und an den städtischen Gymnasien wird im Rahmen eines Pachtvertrages ab dem neuen Schuljahr an die Dornahof Integrationsbetriebe gGmbH vergeben.

Die Subventionierung der Essenspreise an den Mensen gilt für alle Schülerinnen und Schüler der städtischen Schulen mit Ganztagsangeboten unabhängig vom Wohnort und außerdem für die sonstigen Nutzer (Lehrer, Verwaltung). An der Mensa der Braith-Grundschule und der Gaisental-Grundschule wird das Essen mit 2,70 Euro pro Menü subventioniert. An der Mensa im Heinz H. Engler-Forum und der Mensa an den Gymnasien beträgt der Zuschuss 2,90 Euro pro Menü.

Die Subventionierung ist befristet bis zum 31.7.2021 und verlängert sich automatisch um die Dauer der Vertragslaufzeit, sofern der Menüpreis konstant bleibt. Gehe man von 64 500 Menüs pro Jahr an den vier Mensen und einem Zuschuss von 2,70 bzw. 2,90 Euro pro Menü aus, dann ergebe dies einen städtischen Zuschuss in Höhe von circa 181 250 Euro pro Jahr, erklärte Verena Fürgut, die Leiterin des Amtes für Bildung, Betreuung und Sport in der Sitzung.

Vergabekriterien bei der Mittagsverpflegung in den Biberacher Kindertageseinrichtungen und Grundschulen seien der Preis mit 50 Prozent gewesen, der Anteil von Zutaten aus kontrolliert ökologischem Anbau mit 15 Prozent, die Bewertung des Speiseplans mit 10 Prozent, die Warmhaltezeiten mit 15 Prozent und eine gültige DGE-Zertifizierung mit 10 Prozent.

Bei der Verpachtung der vier städtischen Schulmensen seien die Kriterien folgende gewesen: der Preis 50 Prozent, die Bewertung des Verpflegungskonzeptes 25 Prozent, der Anteil von Zutaten aus kontrolliert ökologischem Anbau 15 Prozent und eine entsprechende DGE-Zertifizierung 10 Prozent. Auch hier soll die Vertragslaufzeit für die Verpachtung der Schulmensen zwei Schuljahre betragen mit einer einmaligen Verlängerungsoption um weitere zwei Schuljahre.

Durch die aktuelle Subventionierung erhöhe sich der Menüpreis um 0,10 beziehungsweise 0,30 Euro an den Grundschulen und um 0,20 Euro an den weiterführenden Schulen, informierte Verena Fürgut weiter. Die Erhöhung wäre noch kräftiger ausgefallen, wenn die Stadt nicht ihre Zuschüsse angehoben hätte. So sei die Verteuerung moderat, der Essenspreis in einem sozial verträglichen Rahmen. Außerdem hätten damit alle städtischen Grundschulen (außer der in Ringschnait) den gleichen Essenspreis.

Auch andere Nutzer profitieren

Die Subventionierung soll auch für die sonstigen Nutzer der Mensen, etwa Lehrer oder städtische Mitarbeiter, gelten. Das habe sich aus Sicht des Schulträgers bewährt, sagte Verena Fürgut. Die Lehrer trügen zur Akzeptanz der Mensa bei und nähmen zudem eine gewisse Ordnungsfunktion wahr. Außerdem leisteten sie einen Beitrag zur Attraktivität und zu einem gemeinsamen Miteinander in der Mensa. Ziel sei es, eine funktionierende Schulmensa mit einer möglichst hohen Auslastung zu haben.

Lucia Authaler (CDU) stimmte für ihre Fraktion zu; sie lobte, die Subventionierung sei ordentlich, das Essen gesund, regional und saisonal. Auch Rudolf Metzger (SPD) war zufrieden, der Preis für das Essen sei akzeptabel, die Subvention für alle (auch für Lehrer und Verwaltung) richtig. Zustimmung kam auch von Christoph Funk (FDP). Manfred Wilhelm (Grüne) äußerte sich sehr zufrieden darüber, dass der Zuschlag an regionale Anbieter ging. Er und seine Fraktionskollegin Manuela Hölz hätten es allerdings lieber gesehen, wenn für Lehrer und Verwaltungsleute pro Essen ein Euro mehr verlangt worden wäre, was von der Mehrheit abgelehnt wurde.

Die Subventionierung der Essenspreise an den Mensen gilt für alle Schülerinnen und Schüler der städtischen Schulen mit Ganztagsangeboten und außerdem für die sonstigen Nutzer (Lehrer, Verwaltung).; © MLR Baden-Württemberg