07.03.2018

Neues Lehrschwimmbecken bekommt einen Hubboden

Stadtwerke sollen auch eine Erweiterung planen
Als Ersatz für das Lehrschwimmbecken an der Grundschule Birkendorf wird ein Anbau am Hallensportbad realisiert. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Das neue Lehrschwimmbecken mit den Maßen 16,66 x 10 Meter wird frühestens im Sommer 2020 zur Verfügung stehen und rund 3,23 Millionen Euro kosten. Die Stadtwerke werden mit der Planung und dem Bau beauftragt.
Das bisherige Lehrschwimmbecken im Hallensportbad; © Stadtwerke Biberach

Die Stadtwerke sollen außerdem im kommenden Jahr die Planungen für ein 25-Meter-Becken beziehungsweise ein 50-Meter-Becken für das Hallensportbad in Angriff nehmen, um mehr Kapazitäten zu schaffen, wodurch der öffentliche Betrieb nicht mehr durch Vereinstraining eingeschränkt wäre.

Angedacht sind mehrere Varianten vom 25-Meter-Becken mit acht bis zum 50-Meter-Becken mit vier Bahnen und Kostenschätzungen von 7 bis 8,5 Millionen Euro. Ob eine Öffnung der Wände und des Dachs im Sommer möglich wäre, soll geprüft werden. Zusätzliche Umkleiden und Duschen sind in diesem Zusammenhang notwendig, Platz dafür besteht über dem vorhandenen Kiosk.

Vorrangig ist nun aber die Erweiterung um das Lehrschwimmbecken. In Abstimmungsgesprächen mit Schulen und Vereinen hat sich herauskristallisiert, dass ein Becken mit Hubboden und einer längsseitigen Treppe präferiert wird. Damit kann das Becken von allen Altersgruppen deutlich flexibler genutzt werden. Umkleiden, Lehrerdusche und Toiletten werden in unmittelbarer Nähe zum bereits bestehenden Lehrschwimmbecken erstellt. Der Anbau soll vom übrigen Badebereich räumlich durch eine Glasfront mit Durchgängen getrennt sein. Das neue Lehrschwimmbecken kann unabhängig vom übrigen Bad genutzt werden und deckt den Bedarf, der sich aus der Schließung des Lehrschwimmbeckens Birkendorf ergibt.

Oberbürgermeister Norbert Zeidler verspricht sich von dem neuen Lehrschwimmbecken und der Erweiterung um ein 25m-/50m-Becken eine merkliche Entlastung des Hallensportbades und sieht dies als wichtiges Zeichen für die Sport- und Schulstadt Biberach.

Rainer Etzinger (CDU) sieht mit der Erweiterung durch das Lehrschwimmbecken „optimale Bedingungen für den Schwimmunterricht“. Damit würden aber die Kapazitätsprobleme beim Hallensportbad nicht beseitigt. Das stoße an seine Grenzen, weshalb eine schnelle und zielstrebige Planung für eine Erweiterung notwendig sei: „Bitte schnell planen.“ Das geplante Lehrschwimmbecken entspreche der Auffassung und Vorstellung seiner Fraktion, erläuterte Dr. Rudolf Metzger (SPD). Und auch die Erweiterung des Hallensportbades sei sinnvoll und „ein gutes Signal“. Geradezu „traumhaft“ hörten sich die Planungen für die Erweiterung an, meinte Stefanie Etzinger (FW), die in Bezug auf eine Einweihung des neuen Lehrschwimmbeckens in 2020/21 noch skeptisch ist. Manuela Hölz (Grüne) bezeichnete es als „Luxus“, dass die Biberacher so viele Schwimmmöglichkeiten bekommen. Nicht ganz so euphorisch äußerte sich für die FDP Alfred Braig. Lehrschwimmbecken mit Hubboden ja, aber die Planung für die Erweiterung des Hallensportbades nicht so ohne weiteres. Man müsse auch an die Folgekosten denken, weshalb eine Abmangelberechnung notwendig sei. Der Oberbürgermeister hatte dafür kein Verständnis: „Dann können wir gleich alle Kultureinrichtungen auf den Prüfstand stellen.“