21.12.2021

Förderprogramm Starkregenschutz

Nach dem Starkregenereignis am 23. Juni waren viele Gebäude durch Überflutungen und Rückstau betroffen. Wie angekündigt hat die Biberacher Stadtverwaltung ein Förderprogramm entwickelt, um Hauseigentümer bei der Realisierung von Starkregenschutzmaßnahmen zu unterstützen.
Bei dem Starkregenereignis im Juni wurden Straßen und Gebäude überflutet; © Stadt Biberach

Dieses Förderprogramm sieht vor, dass Schutzmaßnahmen beim Gebäudebestand ab einer nachweisbaren Kostenhöhe von 1.000 Euro mit bis zu 25 Prozent gefördert werden. Der Maximalbetrag je Maßnahme beträgt allerdings 1.000 Euro mit einer Obergrenze von 3.000 Euro je Grundstück.

Beispiel 1:
Die Kosten für druckdichte Kellerfenster betragen 5 000 Euro. Davon werden 25 Prozent gefördert, dies entspricht eine Förderung von 1.250 Euro. Die Maximale Förderung von 1.000 Euro je Einzelmaßnahme ist in diesem Fall überschritten, es werden 1.000 Euro bezuschusst.

Beispiel 2:
Die Kosten für druckdichte Kellerfenster betragen 6 000 Euro und zusätzlich eine druckdichte Türe die 4 000 Euro gekostet hat. Davon werden 25 Prozent gefördert, dies entspricht eine Förderung von 2 500 Euro. Die Maximale Förderung beträgt je Einzelmaßnahme 1 000 Euro, es werden 2 000 Euro bezuschusst. Die Maximale Förderung von 3 000 Euro je Grundstück bei mehreren Maßnahmen. Eine Doppelbezuschussung ist nicht möglich (z.B. Lichtschächte erhöhen und druckdichte Fenster einbauen).

Beispiel 3:
Die Kosten für die Erhöhung von Lichtschächten betrugen 800 Euro. Die Förderung von einer Mindesthöhe von 1.000 Euro wurde unterschritten. In diesem Fall gibt es keine Förderung.

Vor Beauftragung beziehungsweise Durchführung einer Maßnahme ist eine fachliche Beratung in Anspruch zu nehmen.

Der Fachingenieur bestätigt dann die Eignung und Förderfähigkeit der Schutzmaßnahmen.

Falls bereits eine solche Beratung stattgefunden hat, kann in der Regel auf einen erneuten Termin verzichtet und sofort ein Antrag auf Zuschuss gestellt werden.

Die Ausgaben sind durch Vorlage einer Rechnung mit den tatsächlichen bezahlten Kosten nachzuweisen. Eigenleistungen können nicht bezuschusst werden. Es werden nur Maßnahmen gefördert, die nach dem 23. Juni 2021 begonnen wurden.

Das Tiefbauamt hat für die Beratungsgespräche das Ingenieurbüro RSI aus Ummendorf beauftragt, die anstehenden Beratungstermine durchzuführen. Wenn ein Beratungsgespräch gewünscht ist, muss dies im Tiefbauamt, Eigenbetrieb Stadtentwässerung bei Herrn Roll (Telefon 07351 / 51-9037, E-Mail a.roll@biberach-riss.de) angemeldet werden. Die Beratungsgespräche werden dann vom Ingenieurbüro direkt vereinbart.

Der Antrag wird auf der Homepage der Stadt Biberach auf der Startseite ab dem 12. Januar 2022 zum Herunterladen bereitgestellt. Anschließend können die Anträge mit den benötigten Unterlagen im Tiefbauamt, Zeppelinring 50, 88400 Biberach eingereicht werden.

Folgende Maßnahmen werden mit einem Zuschuss von 25 Prozent gefördert:
• Hochwasserschutzmauern (im Einzelfall)
• Schutzerddämme (im Einzelfall)
• Wassergraben bzw. Mulden (bedingt möglich)
• Erhöhung von Zufahrten und Zugängen
• Erhöhung von Lichtschächten
• Druckdichte Türen
• Druckdichte Fenster
• Dammbalken für Türen
• Kellerabgänge erhöhen
• Kellerabgänge überdachen
• Zusätzliche Regenwasser-Einlaufschächte
• Zusätzliche Bircorinne

Für den Einbau von Rückstauklappen gibt es keine Förderung, da der Eigentümer nach der Abwassersatzung selbst für die Rückstausicherung verantwortlich ist.

Antrag Förderung Starkregenschutz [PDF: 58 kB]