13.09.2017

Der Radwegeplan mit Schulradwegen der Stadt Biberach wurde angepasst

Kleine Umwege für mehr Sicherheit
Mit dem Beginn des neuen Schuljahres rücken die Radfahrer wieder in den Mittelpunkt des Interesses in der Stadt. Der Radwegeplan der Stadtverwaltung, den es seit über 20 Jahren gibt, wird aufgrund sich verändernder Verkehrssituationen immer wieder überarbeitet. Zwar ist das Radwegenetz gut ausgebaut, es gibt aber da und dort noch bestimmte neuralgische Punkte, die man verbessern möchte. Elke Fischer vom Stadtplanungsamt und Anja Dengler vom Ordnungsamt haben den Radwegeplan überarbeitet.
Der Radwegeplan mit Schulradwegen der Stadt wird immer wieder den Verkehrssituationen angepasst

Wer sich als Radfahrer in Nord-Süd-Richtung bewegt, kann die Schulmeile, also das Pestalozzi-Gymnasium, das Wieland-Gymnasium, die Mali-Gesamtschule, die Dollinger-Realschule und das Berufsschulzentrum, abseits der Hauptverkehrsstraßen, auf sicherem Weg erreichen. Nachfolgend nun einige Gefahrenstellen, denen sich die Radfahrer mit besonderer Vorsicht und Aufmerksamkeit nähern sollten.

Kreuzung Ehinger Straße/Bleicherstraße. Autofahrer, die von der Bleicherstraße in die Ehinger Straße in Richtung Warthausen einmünden, übersehen leicht Radfahrer, die aus Richtung Warthausen kommen. Die Stadt hat dort zwar Warnschilder aufgestellt, die Verkehrsbeschilderung überarbeitet, eine Stoppstelle für Autofahrer eingerichtet und die Beleuchtung verbessert. Unfälle passieren aber dennoch.

Rißegger Knoten (Rißegger Straße/Waldseer Straße/Schlierenbachstraße). Hier kommen Radfahrer oft mit großer Geschwindigkeit den Berg aus Rißegg herunter, obwohl der Kreuzungsbereich unübersichtlich ist, und Autofahrer, die von der Schlierenbachstraße in Richtung Waldseer Straße stadtauswärts queren, sehr gefährlich werden können. Der Radfahrer hat hier zwar Vorfahrt, aber bei einem Unfall kann es hier aufgrund der hohen Geschwindigkeit zu schweren Verletzungen kommen. Vor der gefährlichen Stelle steht seit Kurzem ein Achtung-Kreuzungsverkehr-Schild, das die Radfahrer zu größerer Aufmerksamkeit und Bremsbereitschaft anhalten soll.

Solange der B-30-Aufstieg nicht gebaut ist, wird stadtplanerisch kein Radweg in der Kolpingstraße möglich sein. Deshalb hat sich die Verwaltung eine Art Übergangslösung einfallen lassen. Radfahrer sollten über die Waldseer Straße und den Braithweg in Richtung Wolfental fahren. Das macht sich zeitlich kaum bemerkbar.

Auch auf der Felsengartenstraße sind immer wieder Radfahrer in der falschen Richtung unterwegs, was an der Einmündung zur Wolfentalstraße sehr gefährlich werden kann. Hier ist es von Vorteil, die neue Querverbindung zu nutzen vom Zebrastreifen bei der Tiefgarage Stadthalle in Richtung Felsengartenstraße.

Kreuzung Saudengasse/Rollinstraße. Da morgens viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto direkt vor die Schule bringen, ist die Situation für Radfahrer sehr unübersichtlich. Deshalb sollten Schüler absteigen und den Zebrastreifen beim Wieland-Gymnasium zu Fuß überqueren.

Freiburger Straße auf Höhe Unterführung zum Bahnhof. Hier ist im Bereich der Post eine unübersichtliche Situation entstanden, weil sich das Parkaufkommen dort deutlich erhöht hat. Aus Gründen der Sicherheit sollten Radfahrer, die von der Ulmer Straße kommen, am Zebrastreifen absteigen und zu Fuß in Richtung Unterführung überqueren.

Die Stadt beabsichtigt, ab dem nächsten Schuljahr sogenannte „Schulradler“ einzusetzen. Eine entsprechende Initiative dazu hat die Matthias-Erzberger-Schule gestartet. Dabei begleiten ältere Schüler oder Erwachsene die Neuen in den ersten zwei bis drei Wochen zur Schule und machen sie auf die Gefahrenstellen aufmerksam. Das Konzept hat sich in anderen Städten schon bewährt.

Radwegeplan mit Schulradwegen (PDF, 3,8 MB)