05.10.2018

Brückenneubau erfordert zwei Vollsperrungen

Verkehrsteilnehmern stehen in Biberach widrige Zeiten bevor. Vom 8. Oktober an geht am Eselsberg auf der Brücke über die Gleise der Bahn drei Wochen gar nichts mehr, danach ist die alte Brücke bis Mitte Mai 2019 nur halbseitig befahrbar, bevor bis August 2019 wieder eine Vollsperrung kommt. In dieser Zeit wird die alte Brücke abgerissen und die daneben neu gebaute an die Straße angebunden. Das neue Brückenbauwerk ist wegen der Elektrifizierung der Südbahn notwendig.
Die Tage der Eselsbergbrücke sind gezählt. Ab dem 8. Oktober geht auf der Brücke zunächst einmal nichts mehr; danach ist sie zeitweise wieder halbseitig befahrbar, bevor sie im August 2019 abgerissen wird.

Es hätte noch schlimmer kommen können. Nämlich Sperrung der Memminger Straße und Brücke am Eselsberg gleichzeitig – ein Szenario, das man sich nicht vorstellen will. Bis Anfang Juni hat man bei der Verwaltung darauf vertraut, dass die alte Brücke noch halbseitig benutzbar ist, wenn die Bahn mit den Baumaßnahmen für den neuen Überweg beginnt. Das hätte Mitte August sein sollen. Die Baufirma hat dann darauf hingewiesen, dass die Maschine für das Einbringen von Stahlspundwänden und Arbeiten am Widerlager die ganze Straßenbreite benötigt, erklärt Tiefbauamtsleiter Peter Münsch, „ohne Vollsperrung ist das nicht zu schaffen“.

Baubürgermeister Christian Kuhlmann hat in Gesprächen mit der Bahn und der Baufirma immerhin erreicht, dass mit dem Brückenneubau später begonnen wird. Die neue Brücke wird übrigens zunächst 1,50 Meter über dem späteren Niveau sein, um den Bahnverkehr nicht zu beeinträchtigen und wird zu gegebener Zeit abgesenkt. In den ersten Augusttagen 2019 wird der Verkehr dann wieder normal über die Gleise fahren können.

Neun Monate Beeinträchtigung findet Friedrich Kolesch (CDU) schon kräftig, zumal am Eselsberg auch noch das größte Parkhaus der Stadt stehe. Er bat die Verwaltung, sicherzustellen, dass in dieser Zeit nicht noch weitere Baustellen dazukommen.

Beeinträchtigt ist natürlich auch der öffentliche Nahverkehr, für den es einen Lösungsvorschlag der Stadtwerke gibt, der die Bauabschnitte eins und drei betrifft, also während der Vollsperrung am Eselsberg. Haltestellen werden entweder verlegt oder können gar nicht angefahren werden, oder es ist nur eine einseitige Bedienung möglich wie etwa bei der Linie eins in Bachlangen und im Talfeld.

Linie 1: Für die Fahrgäste der Linie 1 ändert sich der Fahrweg ab der Haltestelle ZOB/Bahnhof Richtung Bachlangen, Bergerhausen, Talfeld und wieder zurück bis zum ZOB/Bahnhof. Weil es in diesem Bereich zu veränderten Abfahrtszeiten kommt, wird für die Stadtbuslinie 1 ein Baustellenfahrplan ausgegeben. Dieser liegt ab 26. September in den Fahrzeugen der Linien 1 und 2 zur Abholung bereit.

Die Haltestelle Frei und Hallensportbad kann während der Umleitung nicht bedient werden. Ersatzweise wird die Haltestelle Liebherr/ B 465 angefahren. Um Verspätungen zu vermeiden, werden die Haltestellen, von der Haltestelle Hagenbuch kommend, nur in einer Fahrtrichtung Richtung Bergerhausen und Talfeld bedient. Zurück in der Innenstadt, wird zusätzlich die Haltestelle Viehmarkt/ Zeppelinring angefahren.

Linie 2: Die Fahrzeuge der Linie 2 können die Haltestellen Bahnhof/Freiburger Straße, Rißcenter und Freiburger Straße nicht bedienen. In der Haberhäuslestraße/ Ecke Freiburger Straße werden Ersatzhaltestellen für die Haltestelle Freiburger Straße eingerichtet.

Damit die Fahrgäste von Birkendorf Richtung ZOB/Bahnhof den Umstieg in den Regionalverkehr und zur Bahn ohne große Verzögerung erreichen, fahren die Busse über die Vollmerstraße und bedienen in der Adolf-Pirrung-Straße zum Ausstieg die Ersatzhaltestelle ZOB/ Bahnhof. Ab der Haltestelle KaVo über dem Marktplatz zur regulären Haltestelle ZOB/Bahnhof (Steig 1 und 2) und weiter Richtung Weißes Bild werden alle Haltestellen normal bedient.

Linie 5: Bei den Fahrten der Linie 5 wird es wegen dem Umleitungsweg ab ZOB/ Bahnhof Richtung Mettenberg über die Königsbergallee zu Verspätungen kommen. Diese können in Mettenberg bei dort endenden Fahrten ausgeglichen werden. Die Ankunft am ZOB/Bahnhof, von Mettenberg kommend, und Weiterfahrt Richtung Rißegg erfolgt jedoch wegen dem erneuten Umleitungsweg öfters mit Verzögerung. Bei Bedarf wird ein Reservefahrzeug zum Ausgleich von größeren Verspätungen eingesetzt.

Linie 6: Die Haltestellen Freibad und Gerster/Freibad können nicht bedient werden, weil die Umleitung über die Königsbergallee gefahren wird.

Linie 215: Wie bei der Linie 5, wird es durch den Umleitungsweg über die Königsbergallee zu Verzögerungen kommen. Es werden alle Haltestellen angefahren.

Der Baustellenfahrplan der Linie 1 liegt ab 26. September im Kundenservicebüro der Stadtwerke Biberach, im DING-Verbundbüro, im Rathaus und im Landratsamt zur Abholung bereit. Dieser Baustellenfahrplan kann auch über die Homepage der Stadtwerke Biberach oder über die DING-App abgerufen werden.

Auch Bahnverkehr beeinträchtigt

Wegen der Elektrifizierung der Südbahn gilt vom 10. September bis 22. Dezember eine Totalsperrung der Bahnlinie zwischen Ulm und Laupheim West. Die Bahn hat für diesen Zeitraum den Schienenersatzverkehr organisiert.

Der Schienenersatzverkehr wird über zwei verschiedene Busverbindungen abgewickelt. Die Regionalbahnen werden stündlich von Laupheim West durch einen Busverkehr über Erbach nach Ulm zum Zentralen Omnibusbahnhof West ersetzt. Die Interregio-Express-Züge (IRE) werden halbstündlich durch Busse von Laupheim West über Laup heim Stadt über die B 30 zum Bahnhof Neu-Ulm ersetzt. Dort fährt im Überbrückungszeitraum der IRE nach Stuttgart ab.

Weitere Informationen zur Projekt gibt es unter https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/suedbahn.