28.09.2021

Vier Biberacher Musikerinnen und Musiker bei „Wespe“ erfolgreich

Mitte September fand in Regensburg „Wespe“ (Wettbewerbsfestival der Sonderpreise) statt. Vier Biberacherinnen und Biberacher nahmen daran teil und wurden alle mit Sonderpreisen belohnt. Das Klavierduo und das Trio in der Kategorie „Jumu open“ durften sogar beim Preisträgerkonzert im historischen Reichssaal spielen.
Mit Sonderpreisen belohnt wurden v.l.n.r.: Julius von Lorentz, Jana Morgenstern, Nicola Hauchler und Jael Kiefer. ; © Privat

An diesem Wettbewerb können nur von der Bundesjury vorgeschlagene Bundespreisträger teilnehmen, und 100 junge Musikerinnen und Musiker aus ganz Deutschland waren dieser Einladung gefolgt, vier davon waren aus Biberach und alle vier wurden mit Sonderpreisen ausgezeichnet.

Gefordert sind in diesem Spezialwettbewerb vorwiegend selbst gewählte oder selbst komponierte Werke des 20. Jahrhunderts in acht verschiedenen Wertungskategorien. Für die Besten winkten in diesem Jahr Sonderpreise im Gesamtwert von 28500 Euro, ausgelobt von 13 verschiedenen Stiftungen.

Die Wertungen fanden in Regensburg im Haus der Musik, im Historischen Reichssaal, in der Pfarrkirche St. Wolfgang sowie in der Hochschule für katholische Kirchenmusik statt.

In der Kategorie „Für Jugend musiziert komponiertes Werk“ gewann Maria Hauptmann an der Querflöte einen Sonderpreis mit dem von Julius von Lorentz komponierten Werk „Selbstgespräch“.

In der Kategorie „Werk der Klassischen Moderne“ gewannen als Klavierduo an zwei Klavieren Nicola Hauchler und Jael Kiefer den Hindemithpreis. Nicola Hauchler und Jael Kiefer spielen seit vielen Jahren als Duo zusammen und spielten die virtuosen Paganinivariationen von Witold Lutoslawski sowie eine Romanze des argentinischen Komponisten Carlos Guastavino.

Das Duo mit Julius von Lorentz aus Biberach und Jana Morgenstern aus Radolfzell gewann den Sonderpreis der Harald-Genzmer-Stiftung in der gleichen Kategorie und begeisterte die Jury mit ihrem meisterhaft gespielten höchst anspruchsvollen Programm mit Schostakowitsch und Martinu.

Seit zwei Jahren gibt es eine neue Kategorie „Jumu open“. Diese Kategorie legt großen Wert auf Kreativität und öffnet sich neuen Musikgenres wie Improvisation, Elektronik, Video, Performance et cetera.In dieser freien Kategorie sind alle Instrumente und Performances möglich.

Ein Trio mit Klavier (Jael Kiefer), Cembalo (Nicola Hauchler) und Keyboard/Synthesizer und Elektronik (Julius von Lorentz) und Videoprojektionen auf zwei Leinwänden gewann einen Sonderpreis des Verbands deutscher Musikschulen (VdM) für das selbstkomponierte Werk „Spannungsfelder IV“ von Julius von Lorentz.