02.12.2020

Preise der Bruno-Frey-Musikschule online vergeben

In diesem Jahr hätte es ganz anders sein sollen; es jährt sich zum 100. Mal der Geburtstag von Bruno Frey. Er ist Biberacher Ehrenbürger und mit seiner Stiftung über sein Ableben hinaus Förderer vieler kultureller und sozialer Projekt in und um Biberach. Der Musikschule seiner Heimatstadt war er sehr verbunden und unterstützte schon zu Lebzeiten vieles finanziell; unter anderem seit 1991 den Musikpreis für besonders begabte und engagierte Schüler „seiner“ städtischen Musikschule.

Der Saal war auch diesmal voll; aber nicht mit Publikum, die den verdienten Applaus spenden könnten, sondern mit Mikrofonen und Kameras bedient von Michael und Martina Nover, welche die Musikbeiträge „live“ in die Zimmer nach Hause übertrugen.

Im großen Saal der Schule verloren sich nur ganz wenige Personen, mit Mundschutz und Desinfektionsmittel ausgestattet und empfingen die Schüler, die um ihre verdienten Auszeichnungen spielten. Mit dieser ungewöhnlichen sterilen Situation kamen diese Schüler erstaunlich gut zurecht und sorgten für einen eindrucksvollen Abend, der immer noch auf dem Youtube-Kanal unter https://youtu.be/4Vb0KMERUT0 zu sehen und hören ist.

Sogar einige der Juroren wie Peter Marx und Marion Weigele waren digital zu geschaltet; vor Ort anwesend waren Kulturdezernent Dr. Riedlbauer, Musikdirektor Andreas Winter und Notar Wolfgang Fritzenschaft. Dr. Riedlbauer, gleichfalls neuer Aufsichtsratsvorsitzender des Musikpreises, würdigte zu Beginn den hohen künstlerischen Wert der pädagogischen Arbeit an der Musikschule und die Beweise hierfür ließen nicht lange auf sich warten.

Das Tubaquartett (Klasse Manuel Zieher) mit Manuel Gröber, Kassian Eichner, Magnus Wille und Pirmin Bucher überzeugte mit warmem Klang und homogenen Zusammenspiel und erhielt zusammen 1600 Euro Preisgeld.

Als junge vielversprechende Nachwuchskünstler wurden Eliane Fu an Klavier (Klasse Adelheid Boneberg-Mayer) und Violine (Klasse Günther Luderer) mit 250 Euro, als auch Sophie Reichardt mit der Querflöte (Klasse Andrea Stemmer) mit 200 Euro aus- gezeichnet.

Julian Hoch mit seiner virtuosen Oboe (Klasse Karin John) wurde mit 700 Euro Preisgeld ausgezeichnet. Auch Joschua Fetscher und Charlotte Heine, Violinen (Klasse Günther Luderer) und Marla Münch am Klavier (Klasse Anita Bender) konnten mit hinreißendem souveränem Spiel die Jury überzeugen und wurden als Solisten mit jeweils 800 Euro prämiert. Als reifer Allroundkünstler am Klavier (Klasse Adelheid Boneberg-Mayer) und Cello (Klasse Stephanie de Secondi), sowohl als schon national anerkanntes Kompositionstalent mit einem Bruno Frey gewidmeten Werk durfte sich Julius von Lorentz über stolze 1000 Euro Preisgeld freuen.

Andreas Winter bedankte sich bei der online-Preisvergabe, auf Urkunden-Übergabe und Gruppen-Foto wurde natürlich verzichtet, bei allen Beteiligten und wünschte den Preisträgern viel Freunde und Glück auf ihrem weiteren musikalischen Lebensweg.