30.04.2021

Knecht-Skulptur im Serenadenhof der Bruno-Frey-Musikschule enthüllt

Ein künstlerisch originelles Werk ist entstanden
Nun steht sie und lädt zum Betrachten ein: Die Knecht Skulptur von Tobias Wedler.
Im Serenadenhof der Bruno-Frey-Musikschule – welcher Ort könnte für einen Musikus geeigneter sein - kann die lebensgroße Figur aus der Nähe betrachtet werden.
Die Mitglieder des Ältestenrats freuen sich mit Künstler Tobias Wedler und Musikdirektor Andreas Winter über die Knecht-Skulptur

Zu den Haushaltsplanberatungen 2018 hatte die CDU-Fraktion in Folge des erfolgreichen Justin-Heinrich-Knecht-Jubiläumsjahrs 2017 den Antrag gestellt, eine Justin-Heinrich-Knecht-Büste zu schaffen. Zur Umsetzung wurden verschiedene Optionen erwogen und im September 2020 beauftragte der Gemeinderat den Bildhauer Tobias Wedler aus Mittelbiberach eine entsprechende Figur herzustellen.

Wedler war dem Kulturdezernat bereits durch die Herstellung einer Wieland-Ganzfigur im Auftrag der Wieland-Gesellschaft bekannt und da Wieland und Knecht sowohl inhaltlich als auch persönlich stark verbunden waren, lag es nahe, Wedler mit der Aufgabe zu betrauen, um den Bezug durch eine gemeinsame Bild- und Formensprache sichtbar zu machen.

Dieser Tage wurde das künstlerisch originelle Werk im Serenadenhof der Bruno-Frey-Musikschule aufgestellt und damit für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Von „einer Skulptur zu Ehren des Meisters“ sprach Kulturdezernent Jörg Riedlbauer bei der Enthüllung im kleinen Kreis mit dem Künstler und den Mitgliedern des Biberacher Ältestenrats.

Knecht habe das moderne Konzertwesen im ganzen Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation begründet, gemeinsam mit Wieland das deutsche Singspiel reformiert und sich mit dem Schützenfestchoral unsterblich gemacht.

Gründe genug, ihm ein Denkmal zu setzen. Jedoch kein Monument zur ehrfürchtigen Bewunderung, sondern eines, das „auf heitere Weise in einer zeitgenössischen Bildsprache den Menschen von damals“ erlebbar macht. Knecht sei gefürchtet gewesen für rigorose Proben mit zum Teil deftigen Worten, die zu einem nur kurzen Engagement als Hofkapellmeister in Stuttgart und seiner Rückversetzung nach Biberach führten, die er mit den Worten kommentiert haben soll: Lieber will ich in Biberach bei meinem Bierle sitzen, als eine solche Hofluft atmen.“

Wedler verbrachte seine Schul- und Lehrzeit in Biberach, daher sei ihm Knecht schon bekannt gewesen, ließ er wissen. Das Wesen und Wirken Knechts habe er versucht in der Skulptur zum Ausdruck zu bringen: Die Notenrolle und die energische Gestik etwa als Sinnbild für die rigorosen Proben und dass Knecht nicht auf einem Sockel, sondern auf einem angedeuteten Bierfass mitten in der grünen Natur steht. Ein Knecht zum Anfassen, geeignet als Selfie-Point, nicht nur bei Stadtführungen.

Dr. Jörg Riedlbauer (v.l.), Musikdirektor Andreas Winter und OB Zeidler freuen sich mit Tobias Wedler über die Knecht-Skulptur