25.09.2019

Unternehmertreffen bei der Firma Gerster

Rund 130 Vertreter Biberacher Firmen folgten der Einladung des Amts für Liegenschaften und Wirtschaftsförderung zum 19. Biberacher Unternehmertreffen. Hierbei erhielten sie auch Einblick in die Produktion der Gustav Gerster GmbH & Co. KG.

Zu Beginn des Abends berichtete Erster Bürgermeister Ralf Miller über aktuelle städtische Entwicklungen. Im Zeitraum von 2006 bis 2017 stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten um rund 6.700 auf rund 28.000 Beschäftigte.

Auch die Zahl der Betriebe hat zugenommen, auf nunmehr über 1.600. Diese überaus positive Entwicklung stellt die Stadt aber auch vor große Herausforderungen. So müssen Gewerbegebiete entwickelt und erschlossen, sowie die Verkehrsinfrastruktur weiter ausgebaut werden.

IGI Rißtal, Elektrifizierung der Südbahn, Aufstieg B30 und Weiterentwicklung des ÖPNV waren nur einige wenige der genannten aktuellen Projekte. Eine Schlüsselrolle für die hiesigen Unternehmen wird künftig auch die Digitalisierung spielen.

Aus diesem Grund beteiligt sich die Stadt am sogenannten „Digital Hub“, eine zentrale Anlaufstelle in Digitalisierungsfragen speziell für kleine und mittlere Unternehmen. Mit Hochdruck wird auch an der Umsetzung des Innovations- und Technologietransferzentrums (ITZ) gearbeitet. In Kooperation mit der Hochschule Biberach soll damit die Ansiedlung und Gründung von Unternehmen aus den Bereichen Biotechnologie sowie Gebäudeklimatik und Energiesysteme gefördert werden.

Anschließend gab Geschäftsführer Martin Gerster einen Einblick in das Familienunternehmen Gerster, das 1882 gegründet wurde und mittlerweile in vierter Generation geführt wird. Für die meisten Biberacher steht das Traditionsunternehmen vor allem für hochwertige Heimtextilien rund ums Fenster: Vorhänge, Gardinenstoffe und Posamenten.

Doch seit 2004 fertigt Gerster auch technische Textilien, die vor allem in der Industrie zum Einsatz kommen, wie beispielsweise faserverstärkte Kunststoffe für Felgen und Bremsscheiben. Im Gegensatz zu den Vorhangstoffen, von denen mittlerweile ein großer Teil auch im Ausland produziert wird, setzt Gerster bei den technischen Textilien sowohl bei der Entwicklung als auch bei der Produktion komplett auf den heimischen Standort.

Dies gilt ebenso für die Gardinenbänder, die zu 100 Prozent in Biberach gefertigt werden. Bei einem Gang durch die Produktionshallen erhielten die Teilnehmer des Unternehmenstreffens anschließend einen direkten Einblick in die moderne Fertigung und die enorme Produktvielfalt des Unternehmens, ehe sie den Abend in der firmeneigenen Kantine bei interessanten Gesprächen ausklingen ließen.

Für EBM Miller war es das erste Unternehmertreffen und er betonte, wie wichtig der Verwaltung der Austausch mit den regionalen Unternehmen ist: „Der Bereich Wirtschaft ist ein zentraler Teil meiner Aufgabe und gerade die Wirtschaftsförderung hat dabei einen hohen Stellenwert. Das besondere an unseren Unternehmertreffen ist der gegenseitige Austausch direkt bei den Firmen vor Ort - ich freue mich schon heute auf die künftigen Treffen dieser Art“.

Erster Bürgermeister Ralf Miller beim 19. Unternehmertreffen. Gastgeber war in diesem Jahr die Firma Gerster.