26.07.2019

Schadenhof erhält Fontänenbrunnen mit neun Düsen

Auf dem Schadenhof wird ein Fontänenbrunnen mit neun Düsen gebaut, die einzeln angesteuert werden können. Das hat der Bauausschuss mit einer Gegenstimme so entschieden. Damit wird der Platz ab 2020 wesentlich aufgewertet. Die Gesamtkosten belaufen sich auf brutto 245 000 Euro.

In der Bauausschusssitzung vom 17. Januar war beschlossen worden, dass ein Entwurf für ein Fontänenfeld auf dem Schadenhof mit fünf Düsen erarbeitet werden soll. Zudem wurde die Verwaltung beauftragt, zu prüfen, ob ein größeres Fontänenfeld an diesem Standort möglich ist und wie hoch die Kosten für die verschiedenen Varianten wären.

Für das Fontänenfeld wurde anschließend eine Variante mit fünf und eine mit neun Düsen erarbeitet. Ob die Düsen mit einer Pumpe betrieben werden, die das Wasser gleichförmig spritzt, oder ob sie einzeln angesteuert werden und damit variabel sind, sollte auch diskutiert werden. Die Gesamtkosten für ein Fontänenfeld mit fünf Düsen, die über eine Pumpe angesteuert werden, betragen rund 190 000 Euro, die für neun Düsen rund 215 000 Euro.

Die Einzelsteuerung bei fünf Düsen würde rund 20 000 Euro mehr kosten, bei neun Düsen rund 30 000 Euro. Der Unterhaltungsaufwand beträgt geschätzt 15 000 Euro und die Abschreibung rund 10 000 Euro im Jahr. Es sei also mit Folgekosten in Höhe von 25 000 Euro im Jahr zu rechnen, sagte Baubürgermeister Christian Kuhlmann.

Dank des Brunnens am Alten Postplatz könne man die Kosten in diesem Fall ziemlich genau berechnen. Mit Blick auf die höheren Investitions und Betriebskosten schlug die Verwaltung dem Ausschuss das kleinere Fontänenfeld vor, allerdings mit Einzelansteuerung, weil das zufällige Spiel der Fontänen für Kinder sehr attraktiv sei. Der Ausschuss entschied sich für die große Lösung.

Ein solches Fontänenfeld habe seine Fraktion schon vor vier Jahren angeregt, sagte Friedrich Kolesch (CDU). Der Brunnen werde eine Attraktion für die Innenstadt; die Bürgerbeteiligung sei vorbildlich gewesen. Die CDU plädiere klar für die große Lösung: „Wenn schon, denn schon“, sagte Kolesch.

Auch die SPD habe ein solches Fontänenfeld schon früher gefordert, sagte Gabriele Kübler. Und auch ihre Fraktion entschied sich für die neun Düsen. Man solle Sitzgelegenheiten in der Umgebung nicht vergessen, ergänzte sie.

„Der Schadenhof beschäftigt uns nun schon länger“, sagte Ulrich Heinkele (Freie Wähler), der Platz brauche eine Aufwertung und deshalb stimme seine Fraktion zu: „Der Brunnen reißt es raus!“, ist er überzeugt. Allerdings würden die Freien Wähler lieber mit der kleineren Variante leben. Dass auch die Folgekosten in der Vorlage angegeben sind, lobte Heinkele ausdrücklich.

Genau das fand auch Alfred Braig (FDP) lobenswert; die FDP sprach sich ohne Wenn und Aber für die Fünf-Düsen-Lösung aus – wegen der geringeren Kosten. Anders Silvia Sonntag (Grüne): fünf Düsen seien „doch etwas mager“, die große Lösung sei hier durchaus sinnvoll. Allerdings wollte sie noch wissen, ob mit dem großen Fontänenfeld noch genügend Platz bleibe für den Garten eines Gastronomiebetriebs, der hier eventuell noch einziehen könne. Dass die Planung für den Schadenhof „flecklesweise“ verlaufen sei, gefiel ihr nicht.

Den Vorwurf, die Verwaltung sei für die Umplanungen am Schadenhof allein verantwortlich, ließ Christian Kuhlmann indes nicht gelten: „Wir haben hier alle dazugelernt.“