29.04.2022

Einweihung Neubau Mali-Sporthalle

Die neue Mali-Sporthalle in Biberach an der Riß geht in Betrieb

Umrahmt von Auftritten der Mali-Gemeinschaftsschule und KiSSiMo der TG Biberach wurde am 29. April  die neue Mali-Sporthalle feierlich eingeweiht. Erster Bürgermeister Ralf Miller: "Auch wenn es bis zum Herbst noch eine Weile hin ist, können wir heute eine Art kommunales „Erntedankfest“ feiern: Während die letzten Jahre in unserem Baubereich vor allem geprägt waren durch Planungs- und Bauarbeiten, ernten wir nun die Früchte dieser Arbeit".

Die neue Mali-Halle wird für den Sportunterricht Biberacher Schulen und für den Vereinssport genutzt. Vor zwei Jahren wurde die alte Sporthalle abgebrochen, im Juli 2020 erfolgte der Spatenstich für die neue Halle. Das Sportfeld mit 45 mal 23,5 m ist in drei Felder teilbar. Zusätzlich gibt es eine Gymnastikhalle mit 15 mal 15 m. Außerdem ist in dem Gebäude der Werkbereich für die Mali-Gemeinschaftsschule untergebracht.



Da die Gegebenheiten vor Ort gewisse Abhängigkeiten, insbesondere zum Schulhaus und zu den Außenanlagen der Schule aufweisen, ferner das Raumprogramm mit der Gymnastikhalle interessante Möglichkeiten der Anordnung bot, wurde im Vorfeld eine Mehrfachbeauftragung von fünf Architekturbüros als kooperatives Verfahren mit Zwischenpräsentation der Entwürfe durchgeführt. Der Zwischentermin ermöglichte der Jury unter Beteiligung der Nutzer, den Bearbeitern Hinweise zur Endbearbeitung mit auf den Weg zu geben.

Der Entwurf von D’Inka Scheible Hoffmann Lewald Architekten, Stuttgart, überzeugte Jury und Nutzer am meisten.

Die verschiedenen Nutzungsbereiche und deren Erschließung sind geschickt organisiert. Es gibt differenzierte Eingänge für Schüler (Werkräume), Sportler und Zuschauer. Von der Ebene des Parkplatzes betreten die Besucher die Halle und haben von dort halbgeschossig erhöht einen Blick von der Querseite über die ganze Sporthalle. Nach rechts gewandt gehen sie an der Bewirtungstheke vorbei zu den Zuschauerrängen mit 300 Plätzen, die 160 cm über dem Spielfeld längsseits ansetzen und damit gute Sicht gewähren. Nach links geht es halbgeschossig erhöht zu einem Umkleideflur entlang der anderen Längsseite, wo Zuschauer stehend eine komplette Sicht auf das Spielfeld haben. Damit hat dieser Entwurf den großen Pluspunkt, dass das Geschehen von drei Seiten aus verfolgt werden kann, ein langjähriger Wunsch der Biberacher Sportler, den der Entwurf der Architekten geschickt erfüllt.

Die Halle ist barrierefrei erschlossen. Von der Schule aus niveaugleich sind die in die Halle südlich integrierten Werkräume erschlossen, mit einem vorgelagerten überdachten Werkhof. Daneben der Sportlereingang, der zu den Umkleideräumen führt. Von den Umkleideräumen geht es über den schon zuvor beschriebenen Umkleideflur über eine Treppe auf Sporthallenebene hinab. Natürlich sind alle beschriebenen Höhendifferenzen auch schwellenlos über einen Aufzug zu überwinden. Gegenüber der Sporthalle kommen die Nutzer auf dem unteren Niveau zur separaten Gymnastikhalle. Unter den Umkleiden sind die Geräteräume angeordnet, unter den Räumen für den schulischen Technikunterricht die Haustechnikräume.

Die Sockelbereiche der Halle sind in Beton ausgeführt, darauf aufgesetzt ist eine Holzkonstruktion und das Dachtragwerk aus Holzbindern, die in ihrer Höhe gleichzeitig die Belichtung von oben aufnehmen. Die Außenverkleidung besteht aus stabilen Holzlamellen in Form von Kanthölzern.

Die Halle entspricht dem energetischen Standard von KfW55.

Das flache Dach trägt eine Photovoltaikanlage.

Beheizt wird die Halle über die benachbarte Heizzentrale.

Der Neubau kostete knapp 13 Millionen Euro (ohne Grundstückskosten).

Video von der Baustelle Anfang März 2022

 

Fotos von der Einweihungsfeier am 29. April

Fotos der Mali-Sporthalle