AG Energie/Bauen

Die Arbeitsgruppe "Energie/Bauen" entwickelt Projekte, die zu einem sparsamen und effizienten Umgang mit Energie führen. Sie wirbt für erneuerbare Energien. Ein großes Ziel der Arbeitsgruppe wurde mit Einrichtung der unabhängigen Energieagentur Biberach erreicht.

Weitere Informationen unter www.bc21-energie.de

Projekte

Bewußtmachung der Energieverbräuche in Haushalten

Die Bewusstmachung der  Energieverbräuche im Haushalt ist ein erster Schritt, um die Verhaltensweise zum Energiesparen hin zu verändern. Dazu hat die Arbeitsgruppe Energie/Bauen einen Flyer erarbeitet, um die Wärme- Strom- und Wasserverbräuche im eigenen Haushalt zu erfassen, zu bewerten und ggfs. Schlussfolgerungen daraus zu ziehen.

Wie viel Energie schluckt Ihre Wohnung/Haus [PDF: 883 kB]

Die Ermittlung des Heizwärme-Kennwertes erfolgt über die Heizkostenabrechnung. Dies ist für den „Laien“ nicht immer ganz einfach. Daher finden Sie hier zwei Beispielrechnungen für die Ermittlung des Verbrauchskennwertes Heizwärme in einer Wohnung im Mehrfamilienhaus.

Beispielrechnung beim Einsatz von Verdunsterröhrchen oder Heizkostenverteilern [PDF: 1,2 MB]

Beispielrechnung beim Einsatz von Wärmemengenzählern [PDF: 2,4 MB]

Außerdem finden Sie nachfolgend weitere Energiespartipps:

Energiesparen im Haushalt [PDF: 1,2 MB]

BUND Ba.-Wü: Energiespartipps [PDF: 4 MB]

 

Wärmedämmseminar

 

Mit einem Wärmedämmseminar wollte die Arbeitsgruppe Energie/Bauen zeigen, dass bestimmte Wärmedämmmaßnahmen auch in Eigenleistung durchgeführt werden können. Nach der aktuellen Energieeinsparverordnung müssen bei bestehenden Gebäuden nicht begehbare aber zugängliche Dachböden sowie zugängliche Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen mit einer Wärmedämmung, an die bestimmte Anforderungen gestellt sind, versehen werden. Stichtag für diese Nachrüstpflichten war der 31.12.2006.

Ausgangspunkt für den Gesetzgeber war hier die Überlegung dort Nachrüstpflichten zu verlangen, wo diese auch wirtschaftlich sind, d. h. wo diese sich über die Energieeinsparung amortisieren. Genau diesem Sachverhalt widmete sich auch das Projekt. Unabhängig von dem gesetzlichen Muss, für das es Ausnahmeregelungen, unklare Abgrenzungen etc. gibt (auch die Frage, wer das alles kontrollieren soll, ist nach wie vor ungeklärt), sollte in dem Praxisseminar gezeigt werden, dass mit Hilfe fachlich/handwerklicher Anleitung die genannten Wärmedämmmaßnahmen auch vom einigermaßen begabten Heimwerker selber durchgeführt werden können und sich damit eine Menge Energie und damit Geld einsparen lässt.

Das Seminar umfasste sowohl die Vermittlung von theoretischen Grundlagen als auch praktische Übungen vor Ort.

Umfrage Wohnzufriedenheit

Die Arbeitsgruppe Energie/Bauen hat in Zusammenarbeit mit dem Stadtplanungsamt eine Umfrage zur Wohnzufriedenheit in acht Biberacher Wohnquartieren unterschiedlichen Verdichtungsgrades durchgeführt.
Vor dem Hintergrund der Zielsetzung einer flächensparenden und umweltschonenden Planung von neuen Wohngebieten sollte untersucht werden, inwieweit sich die Wohnzufriedenheit in diesen Gebieten unterscheidet.


Für die Befragung wurde ein 2-seitiger Fragebogen entwickelt; er enthielt zunächst allgemeine Fragen zum Haushalt und zum Haus, anschließend war die Wohnsituation im Haus, das direkte Wohnumfeld (Garten, Nachbarschaft etc.) sowie das weitere Umfeld (Infrastruktur) in einer Skala von 1 (sehr schlecht) bis 10 (sehr gut) zu bewerten. Zum Abschluss war eine Gesamteinschätzung des Wohlfühlfaktors anzugeben.

Fragebogen Wohnzufriedenheit (PDF, 17 kB)

Das zusammenfassende Ergebnis der Befragung lautete: Mit Ausnahme eines Wohngebiets wurde eine hohe Wohnzufriedenheit festgestellt. Die verdichteten Wohnformen schneiden gegenüber den klassischen Einfamilienhausgebieten erfreulich gut ab, so dass an der Zielsetzung einer moderaten Verdichtung der Biberacher Wohngebiete weiter festzuhalten ist.

CO2-Rechner

Der vom Menschen verursachte CO2-Ausstoß ist die Hauptursache für die Erwärmung der Erde. Damit der Klimawandel nicht aus den Fugen gerät, muss der globale Temperaturanstieg auf max. 2 Grad Celsius gegenüber der vorindustriellen Epoche begrenzt werden. Dazu müssen die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2050 weltweit halbiert werden.

CO2 entsteht bei der Verbrennung der fossilen Energieträger Kohle, Erdöl und Erdgas. Die persönliche CO2-Bilanz resultiert aus dem Energieverbrauch für Heizung und Warmwasser, dem Stromverbrauch, dem anteiligen Benzin-, Diesel- oder Kerosinverbrauch ( je nach Fortbewegungsmittel) und nicht unwesentlich aus Konsummitteln für Ernährung und andere Verbrauchsgüter. Alle Produkte, die konsumiert werden, sind mit mehr oder weniger CO2-Ausstoß vorbelastet. So wird für die Produktion von Gemüse oder Obst, das aus beheizten Gewächshäusern stammt oder mit Flugzeugen transportiert wurde, bis zu 100 mal mehr an CO2 ausgestoßen, wie für Obst und Gemüse, das regional und saisongerecht im Freiland erzeugt wurde.

Die Arbeitsgruppe hat einen auf MS Excel basierenden Rechner entwickelt. Mit der Eingabe weniger Kenngrößen wie z. B. jährlicher Heizöl- /Gas-/Stromverbrauch kann die persönliche CO2-Bilanz errechnet werden. Gleichzeitig werden auch Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie die Bilanz durch Maßnahmen der Energieeffizienz oder des Umstiegs auf erneuerbare Energie verbessert werden kann.

CO2-Rechner (XLS, 30 kB)

Online CO2-Rechner des Umwelt-Bundesamtes

Solar Lokal

Erneuerbare Energien aus Wind, Wasser, Biomasse und Sonne sind für eine nachhaltige Entwicklung der Menschheit im Sinne der Agenda 21 unverzichtbar. Solarstromanlagen wandeln das Licht der Sonne emissionsfrei in Strom um. Sie produzieren im Laufe ihres "Lebens" ein Mehrfaches an Energie als für ihre Herstellung notwendig war. In wenigen Jahren sind in Biberach über 250 Fotovoltaik-Anlagen entstanden. Verantwortlich dafür sind:

  • die gesetzlichen Rahmenbedingungen durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz, die einen wirtschaftlichen Betrieb der Anlagen ermöglichen
  • die Aktivitäten des Vereines SonnenAnFang, der in Biberach erfolgreich zwischen privaten Investoren und Eigentümern von geeigneten Dachflächen vermittelte
  • die städtische Förderung von Fotovoltaikanlagen über einen Zeitraum von knapp 3 Jahren.

Die Arbeitsgruppe Energie/Bauen unterstützte in diesem Zusammenhang auch die Teilnahme der Stadt Biberach an der Aktion Solar Lokal - einer bundesweiten Werbeaktion für Solarstromanlagen in ausgesuchten Städten und Landkreisen.

Promo Solar Lokal (PDF, 743 kB)

Solarenergie an Schulen

Das Projekt "Solarenergie an Schulen" ist im Frühjahr 2007 gestartet. Zielsetzung ist Kinder und Jugendliche über die Möglichkeiten der Solarenergie zu informieren und sie dafür zu begeistern. Mitglieder der Arbeitsgruppe Energie/Bauen haben dazu ein Konzept entwickelt, das -altersbezogen- Informationen über das Thema Energie vermittelt und dann schwerpunktmäßig auf die Solarenergie in Theorie und Praxis überleitet.

Wesentlicher Bestandteil des Konzeptes ist es Energie zu "erfahren". Mit einem Energieerlebnisfahrrad lässt sich praxisnah zeigen wie kostbar Energie ist und wie schwer sie über eigene Muskelkraft erzeugt werden kann.

Auf diese Art sensibilisiert, kann sowohl das Anliegen des sparsamen und effizienten Umgangs mit Energie als auch die Notwendigkeit des Ausbaus der erneuerbaren Energien und speziell der Solarenergie vermittelt werden. Die Arbeitsgruppe "Energie/Bauen" kann bei diesem Projekt auf entsprechende Erfahrungen des ZAWIW Ulm zurückgreifen.

Mit Energie zur Energie - Radtour und Spaziergang

Auf einer Radtour rund um Biberach und einem Spaziergang durch Biberach werden Beispiele für erneuerbare Energien bzw. für einen effizienten Umgang mit Energie vorgestellt.

Flyer Mit Energie zur Energie