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Sterbefall anzeigen

Allgemeines

Der Tod eines Menschen muss dem Standesamt, in dessen Zuständigkeitsbereich er gestorben ist, spätestens am dritten auf den Tod folgenden Werktag angezeigt werden; dies gilt auch für Totgeburten. Die Beurkundung kann erst erfolgen, wenn der Sterbefall angezeigt wurde.

Was ist zu tun bei einem Sterbefall?

  • sofort Arzt benachrichtigen
  • Bestattungsunternehmen benachrichtigen
  • Sterbefall beim Standesamt anzeigen

Wer muss den Sterbefall beim Standesamt anzeigen?

Anzeige durch Einrichtungen

  • Bei Sterbefällen in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen, sowie sonstigen Einrichtungen, ist der Träger der Einrichtung zur Anzeige verpflichtet.
  • Findet über den Tod einer Person eine amtliche Ermittlung statt (z.B. bei Tod durch Unfall, Selbsttötung, Mord, ungeklärter Todesart) so wird der Sterbefall auf schriftliche Anzeige der Staatsanwaltschaft eingetragen.

Anzeige durch Personen

Zur Anzeige verpflichtet sind in nachstehender Reihenfolge:

  • jede Person, die mit dem Verstorbenen in häuslicher Gemeinschaft gelebt hat
  • die Person, in deren Wohnung sich der Sterbefall ereignet hat
  • jede Person, die beim Tod zugegen war oder vom Sterbefall aus eigenem Wissen unterrichtet ist

Ist mit der Anzeige ein bei einer Handwerkskammer oder Industrie- und Handelskammer registriertes Bestattungsunternehmen beauftragt, so kann dieses die Anzeige auch schriftlich erstatten.

Welche Unterlagen werden für die Anzeige beim Standesamt benötigt?

  • Personalausweis oder Reisepass des Anzeigenden
  • Personalausweis oder Reisepass des Verstorbenen
  • Todesbescheinigung und Leichenschauschein (wird vom Arzt ausgestellt)
  • Aufenthaltsbescheinigung vom letzten Wohnort des Verstorbenen (entfällt, wenn der Verstorbene in Biberach an der Riß gemeldet war)
  • Urkunden, die Namen und Familienstand des Verstorbenen belegen (entfällt, wenn die jeweiligen Personenstandsregister beim beurkundenden Standesamt geführt werden)

Erforderliche Urkunden sind:

  • Wenn der Verstorbene nie verheiratet war:
    - beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenregister mit Hinweisen
  • bei Verheirateten:
    - beglaubigte Abschrift aus dem als Eheregister fortgeführten Familienbuch (ersatzweise eine Eheurkunde oder eine beglaubigte Abschrift aus dem Eheregister mit Hinweisen)
  • bei Geschiedenen:
    - beglaubigte Abschrift aus dem als Eheregister fortgeführten Familienbuch (ersatzweise eine Eheurkunde der letzten Ehe mit Scheidungsvermerk oder mit rechtskräftigem Scheidungsurteil)
  • bei Verwitweten:
    - beglaubigte Abschrift aus dem als Eheregister fortgeführten Familienbuch (ersatzweise eine Eheurkunde der letzten Ehe mit Auflösungsvermerk oder mit der Sterbeurkunde des letzten Ehegatten)

Welche Kosten entstehen beim Standesamt?

Anzeige des Sterbefalls gebührenfrei
Sterbefallbeurkundung gebührenfrei
Bescheinigung für die Bestattung gebührenfrei
Sterbeurkunden für Rentenzwecke gebührenfrei
Sterbeurkunde 12 EUR
Internationale Sterbeurkunde 12 EUR

Im Regelfall werden die Urkunden dem Bestatter ausgehändigt, wenn Sie das Bestattungsunternehmen mit der Erledigung der Formalitäten beauftragt haben.

Hinweise zu einer Totgeburt

Ein Kind gilt als tot geboren oder in der Geburt verstorben, wenn sein Gewicht mindestens 500 Gramm beträgt, nach der Scheidung vom Mutterleib aber weder das Herz geschlagen noch die Nabelschnur pulsiert noch die natürliche Lungenatmung eingesetzt hat. Die Totgeburt ist ebenfalls spätestens am dritten auf den Tod folgenden Werktag beim Standesamt anzuzeigen. Die Eltern können dem Kind Vor- und Familiennamen beilegen.