21.06.2019

Kommunaler Bildungsplan: 15 Projekte erhalten Förderung

15 Kooperationsprojekte von Biberacher Schulen, Kindergärten und anderen städtischen Einrichtungen erhalten eine besondere Förderung aus dem Kommunalen Bildungsplan mit einem Gesamtvolumen von 30.000 Euro. Zehn Anträge mussten negativ beschieden werden, weil damit erstens das Budget überschritten worden wäre und zweitens die geforderte Nachhaltigkeit der Projekte nicht nachgewiesen war. Im Gemeinderat wurde darüber debattiert, wie man diese Nachhaltigkeit definiert.

Die Jury, bestehend aus Oberbürgermeister Norbert Zeidler, der Leiterin des Amts für Bildung, Betreuung und Sport, Verena Fürgut, und Kulturdezernent Dr. Jörg Riedlbauer, musste die Vielzahl der eingegangenen Anträge gewichten. Zehn Projekte konnten in diesem Jahr nicht gefördert werden, erklärte Jörg Riedlbauer, weil das vorherrschende Ausschlusskriterium, die Nachhaltigkeit, als zu gering eingeschätzt worden sei. Bewilligt wurden folgende Kooperationsprojekte:

  1. Heilpädagogisches Reiten von der Reitervereinigung und der Schwarzbach-Schule;
  2. „Kunst auf dem Bahnhofsgelände“ von Jugendkunstschule (Juks) und dem Wieland-Gymnasium;
  3. „Die Welt von Olaf Hajek“ von VIA-Training und Gaisental-Grundschule;
  4. „Kennenlernen von Lebensräumen“ mit Waldpädagoge Rainer Schall und dem Kindergarten Ringschnait;
  5. „Hans Arp“ mit VIA-Training und Mali-Gemeinschaftsschule;
  6. „Gefühle durch Tanz ausdrücken“ von Juks und Kindergarten Memelstraße;
  7. „Handwerken mit Naturmaterialien“ mit dem Kindergarten St. Michael und dem Abenteuerspielplatz;
  8. Kunstprojekt mit der Juks und der KBZO-Schule;
  9. „Besondere Kommunikation“ mit vhs und Matthias-Erzberger-Schule;
  10. „Heimische Tierwelt entdecken“ mit NABU und Kindertagesstätte;
  11. Waldprojekt mit dem Kindergarten St. Wolfgang und der Juks;
  12. „MathUp“ mit Hochschule, Wieland- und Pestalozzi-Gymnasium, Dollinger-Realschule, Bischof- Sproll-Bildungszentrum und Gymnasium Ochsenhausen;
  13. Eltern-Kind-Angebote mit dem Familienzentrum St. Wolfgang sowie Bildungs- und Kultureinrichtungen;
  14. „Sinn- und Lesewelt“ mit dem Kindergarten Fünf Linden und der Stadtbücherei;
  15. Kunstprojekt mit der Juks, der Gebhard-Müller-Schule und der Schwarzbach-Schule.

Lucia Authaler (CDU) sagte, die Förderung habe sich etabliert und von ihrer Fraktion werde sie auch goutiert, allerdings wünsche man sich eine Liste mit all jenen Projekten, die nicht zum Zug gekommen seien. Auch Stefanie Etzinger (Freie Wähler) wollte wissen, welche Projekte durchgefallen seien und welche Kriterien dahinterstünden.

„Wir begrüßen diese Kooperationsprojekte ausdrücklich, würden aber gerne wissen, wie sich Nachhaltigkeit definiert“, sagte Dr. Peter Schmid (Grüne); und Gabriele Kübler (SPD) wäre es am liebsten, wenn alle Projekte zum Zug kämen. „Gibt es denn Bildungsprojekte, die nicht nachhaltig sind“, fragte sie. Unter Nachhaltigkeit verstehe man in der Regel ein Projekt, das ein halbes bis ein ganzes Schuljahr laufe und daher mindestens 20 Unterrichtseinheiten umfasse, erklärte Jörg Riedlbauer. Die Kriterien stünden in den Förderrichtlinien, die der Gemeinderat beschlossen habe.