11.10.2017

Interdisziplinäres Kolloquium Musik und Kunst

Französische Wochen

Das Interdisziplinäres Kolloquium widmet sich in diesem Jahr, passend zu den Französischen Wochen, dem Thema Musik und Malerei im Zeitalter des Barocks und Absolutismus in Frankreich. Am Mittwoch, 11. Oktober, sprechen Kunsthistorikerin Elsbeth Berg und Kulturdezernent Dr. Jörg Riedlbauer ab 19.30 Uhr in der VHS über die beiden Kunstbereiche.


Musik, Dichtung, Architektur und Malerei des französischen Barock sind untrennbar mit dem feudal-aristokratischen Hofzeremoniell von König Louis XIV verbunden. So, wie sich der legendäre „Sonnenkönig“ das Staatswesen unterwarf hatten auch die Künste ausschließlich seiner Machtrepräsentation zu dienen. Insbesondere die französische Musik dieser Zeit ist Träger einer explizit politischen Botschaft. Speziell die „Französische Ouvertüre“ wurde zum Prototypen der staatlichen Repräsentationsmusik im Absolutismus. Sein monarchisches Bestreben, künstlerische Symbole zu schaffen, ist mehr in der französischen Baukunst als in der Malereigeschichte verwirklicht worden. Neben den repräsentativen Bildnissen der Hofmaler entwickeln sich andere, vielgestaltigere Richtungen. Nikolas Poussin und Claude Lorrain vertreten mit klassischen Motiven eine neue Art idealer Landschaftsmalerei. Es geht um Künstler wie Antoine Watteau, Hauptmeister und Begründer der Rokokomalerei, Honoré Fragonard sowie Jean Siméon Chardin, einer der großen Koloristen des 18. Jahrhunderts.