15.11.2018

Hundesteuer soll maßvoll erhöht werden

Der Hauptausschuss hat vorberatend entschieden, dass die Hundesteuer der Stadt Biberach erhöht wird. Der Gemeinderat muss dem noch zustimmen.

Hauptziel der Erhebung der Hundesteuer in Biberach ist die ordnungspolitische Funktion, nämlich die Eindämmung einer erhöhten Verunreinigung und die Reduzierung der Gefährdung aufgrund zunehmender Hundehaltung.

Seit 1. Juni 2002 beträgt die Hundesteuer beim Ersthund 84 Euro (Kampfhund 624 Euro), für den Zweithund bzw. jeden weiteren Hund 168 Euro (weiterer Kampfhund 1248 Euro). Eine im Jahr 2010 von der Verwaltung vorgeschlagene Anpassung wurde vom Gemeinderat nicht beschlossen.

Eine vom Städtetag Baden-Württemberg 2018 durchgeführte Umfrage zur Hundesteuer ergab in Städten vergleichbarer Größe einen Durchschnitt von rund 102 Euro für den Ersthund. Die Verwaltung schlug deshalb vor, die Steuer für den Ersthund von 84 auf 96 Euro zu erhöhen. Die weiteren Steuersätze richten sich nach einem Gewichtungsfaktor, der sich bewährt habe: weiterer Hund 192 Euro, Kampfhund 720, weiterer Kampfhund 1440, Zwingerhund 288 Euro.

Dass diese Erhöhung vertretbar ist, sahen ausnahmslos alle Fraktionen so. Das leidige Problem, dass nicht jeder Hundebesitzer seinen Hund anmeldet (von Petra Romer-Aschenbrenner angesprochen), sieht die Verwaltung durchaus, dagegen vorzugehen sei allerdings schwierig, gab Margit Leonhard, die Leiterin des Kämmereiamtes, zu bedenken.