19.11.2018

Geschäftsführerin der Christoph Martin Wieland-Stiftung wurde Doktor-Titel verliehen

Erfreuliche Post hat dieser Tage Kerstin Bönsch bekommen. Die Geschäftsführerin der Christoph Martin Wieland-Stiftung mit Wieland-Museum und Wieland-Archiv hat von der Universität Freiburg offiziell einen Doktor-Titel verliehen bekommen, den „Dr. phil.“.

Für den „Doktor der Philologie“ hat Kerstin Bönsch berufsbegleitend an der Albert Ludwigs-Universität in Freiburg promoviert. Titel ihrer Dissertation ist „Schöne Seelen – schöne Leichen. Das Konzept der 'schönen Seele' bei Sophie von La Roche.“ Die Studie ist im Oktober 2018 beim Verlag Königshausen und Neumann in der Reihe „Epistemata Literaturwissenschaft“ erschienen und ist im Buchhandel erhältlich. Das Werk wird im kommenden Jahr in Biberach noch offiziell vorgestellt.

Inhaltlich geht es darum, dass Dichter und Philosophen seit der Antike mit dem Phrasem 'schöne Seele' ein Menschheitsideal verknüpfen. Im 18. Jahrhundert ist es die Idee eines idealen – vornehmlich weiblichen – Charakters, dessen innere Schönheit sich in die äußere Erscheinung einschreibt. Die erste deutsche Bestsellerautorin Sophie von La Roche (1730-1807) verwendet die Formel zentral in ihren Werken. Die Studie beleuchtet das damit verbundene Konzept erstmalig in La Roches Gesamtwerk und erläutert Modifikationen parallel zu gesellschaftlichen Entwicklungen, literarischen Strömungen und historischen Ereignissen.

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