27.11.2018

Gedenken an Ehrenbürger Bruno Frey

Am 27. November jährt sich die Ernennung von Bruno Frey zum Ehrenbürger der Stadt Biberach zum 25. Mal. Der Biberacher Unternehmer und Mäzen hatte sich zeitlebens vor allem im Kulturellen Bereich für seine Mitbürger engagiert. Er verstarb am 23. Februar 2005 im Alter von 84 Jahren.


Bruno Frey wurde am 30. Juni 1920 in Biberach geboren, wo er die Volksschule und das Gymnasium besuchte und 1938 sein Abitur ablegte. Nach seinem Kriegsdienst, der Gefangennahme in Russland und der anschließenden Flucht studierte er von 1945 bis 1948 in Freiburg Rechtswissenschaften.

Es folgte ein Referendariat am Amtsgericht Biberach, eine Ausbildung am Oberlandesgericht Schleswig-Holstein und die Fortsetzung des Studiums in Kiel. 1950 ließ er sich beurlauben und verwirklichte mit einer Maschinenfabrik im Kreis Hanau die Idee, Hutherstellungsmaschinen zu produzieren. Diese entpuppten sich als großer Erfolg und Bruno Frey übernahm die Firma.

In den Folgejahren beteiligte sich der erfolgreiche Unternehmer an weiteren Firmen, ehe er 1960 eine Tätigkeit als Arbeitsrichter am Landesarbeitsgericht in Frankfurt aufnahm, wo er bis 1980 blieb.

Obwohl er einen Großteil seines Lebens fern von seiner Heimatstadt verbrachte, blieb Bruno Frey mit Biberach immer eng verbunden und engagierte sich als Mäzen für die Förderung der Kultur. Das weithin sichtbare Zeichen für diese Verbundenheit setzte er durch die Finanzierung des Neubaus der Jugendmusikschule, die seit 2001 auch seinen Namen trägt.

Zudem stiftete er der Stadt zur Einweihung des Gebäudes 1991 einen Steinway-Konzertflügel und lobte einen jährlichen Musikpreis für den künstlerischen Nachwuchs aus. Zum Jubiläum der Musikschule im Jahr 2004 finanzierte er die dringend benötigte elektronische Orgel.

Als Anerkennung für seine Verdienste wurde er am 27. November 1993 zum Ehrenbürger der Stadt Biberach ernannt.
Bruno Frey verstarb am 23. Februar 2005 im von 84 Jahren und wurde in Biberach auf dem Stadtfriedhof beigesetzt.

Die Stadt Biberach gedenkt ihres Ehrenbürgers Bruno Frey und ließ einen Kranz auf seinem Grab niederlegen.