12.02.2020

Beim Abbrennen von Funkenfeuer sind Regeln zu beachten

Noch sind die Narren los, aber Aschermittwoch und damit auch der darauf folgende Funkensonntag sind nicht mehr weit. Am Funkensonntag, der dieses Jahr auf den 1. März fällt, werden traditionell wieder vielerorts in der Region Funkenfeuer entzündet, mit denen dem Winter der Garaus gemacht wird. Rund 140 sind es im Landkreis. Dabei sind Belange des Umwelt- und Brandschutzes zu beachten. Hierauf macht das Landratsamt ebenso aufmerksam wie auf den Wunsch der Bürgermeister des Landkreises, Funkenfeuer in der Regel nicht vor dem Funkensonntag abzubrennen.


Es dürfen nur zulässige Brennstoffe verbrannt werden. Das Verbrennen etwa von Abfällen, ist strafrechtlich relevant und führt zur Anzeige. Die Beachtung der Regeln trägt dazu bei, dieses schöne Brauchtum zu erhalten. Vor dem Anzünden des Funkens sollte überprüft werden, ob sich Tiere (zum Beispiel junge Hasen) im Funken befinden. Sie müssen herausgeholt werden.

Verbrannt werden darf naturbelassenes, unbehandeltes Holz wie Christbäume, Gehölzschnitt, Baumreisig, Reisigstangen aus Durchforstungen und ähnliches, auch trockenes Stroh.

Nicht verbrannt werden dürfen Altöl, Autoreifen, mit Holzschutzmitteln behandeltes Holz (PCP, Lindan, salz- oder teerölhaltig), Matratzen, Möbel, Spanplatten, bedruckte Pappe und Zeitungen, Plastikabfälle und Styropor. Beim Verbrennen dieser Materialien entstehen Schadstoffe wie etwa Benzpyren, Dioxine, Furane, Formaldehyd oder Phenol.

Beim Standort des Funkens sind folgende Mindestabstände zu beachten: 50 Meter zur nächsten Wohnbebauung, 50 Meter zu Baumbeständen, 100 Meter zu Bundes-, Land- und Kreisstraßen.
Bei starkem Wind in Richtung Wohnbebauung oder beispielsweise Wald darf der Funken nicht abgebrannt werden.

Die Funkenplätze sollten nur kurze Zeit vor dem Funkensonntag für eine Anlieferung von geeignetem Holz- und Reisigmaterial bereitgestellt werden. Damit soll eine bessere Kontrolle über die Anlieferung sichergestellt werden. Die Rückstände (Asche, verkohlte Holzreste) sind innerhalb von 14 Tagen einer ordnungsgemäßen Entsorgung zuzuführen.

Die Veranstaltung des Funkens ist spätestens zwei Wochen vorher dem Ordnungsamt bzw. den jeweiligen Ortsverwaltungen anzuzeigen, damit die örtliche Feuerwehr aus Vorsorgegründen informiert werden kann. Dabei ist auch der genaue Standort des Funkens anzugeben.

Ein Merkblatt mit allen wichtigen Hinweisen kann nachfolgend heruntergeladen werden.

Abbrennen von Funkenfeuer - Funkenmerkblatt (PDF, 369 kB)