24.03.2020

Absage Biberacher Jazzpreis 2020 - Künstler werden trotzdem unterstützt

Am Samstag, 21. März, sollte der 14. Biberacher Jazzpreis in der Gigelberghalle Biberach vergeben werden. Wie alle Veranstaltungen musste auch diese abgesagt werden. Gleichwohl wollen die Stadt und der Jazzclub Biberach e. V. sowie die Jurymitglieder in Anbetracht der Stornierung sämtlicher kultureller Liveauftritte ein Zeichen der Unterstützung setzen.

Denn, da sind sich die Veranstalter sicher: Es sind gerade die Akteure aus der freien Kulturszene, die meistens unterversichert und ohne Rücklagen von der Hand in den Mund leben und jetzt jeder möglichen Hilfe bedürfen.

In Abstimmung zwischen der Jury, dem Jazzclub Biberach und dem städtischen Kulturamt Biberach wurde festgelegt, dass jede der fünf ins Finale gewählten Bands 1000 Euro bekommen soll - Geld, das normalerweise in Form von Preisprämien im Rahmen der Veranstaltung an die Teilnehmer ausgezahlt worden wäre. Somit werden jene guten Bewerbungen honoriert, mit denen sich die Finalisten gegen 22 andere Formationen in der Vorauswahl durch die Jury durchgesetzt haben.

Die Jurymitglieder (Dieter Ilg, Frank Sikora, Oliver Hochkeppel und Jürgen Seefelder) zeigen sich ebenso großzügig und verzichten auf ihr Honorar, um die Nachwuchsmusiker in dieser Form unterstützen zu können. Kulturdezernent Dr. Jörg Riedlbauer dankte den Jurymitgliedern für diesen Akt der Solidarität mit den begabten jungen Jazzern, „die sich aufgrund ihrer erkennbaren künstlerischen Leistung für den Wettbewerb qualifiziert haben“.

Der Jazzpreis habe sich mittlerweile europaweit als wesentliches Förderinstrument für Bands an der Nahtstelle zwischen Musikhochschulstudium und freiem künstlerischen Beruf etabliert und solle auf diesem Weg auch ohne die sonst übliche öffentliche Veranstaltung seinen Förderzweck erfüllen.